Die Chance hinter Corona

Wir kennen es alle: das neue Corona-Virus. Der Lockdown rettet den Medien nach nicht nur die Menschen, sondern auch die Umwelt. Aber was macht diese Situation mit uns und unserem Konsumverhalten?

Wer aufmerksam die Medienberichterstattung verfolgt, hat sicher auch schon das ein oder andere zum Thema «Corona hilft der Umwelt» gehört. Das Wasser in Venedig ist wieder sauber, in Indien sieht man den Himalaya wieder und es gibt weniger Verkehr, also weniger CO2-Ausstoss. Das sind natürlich super Neuigkeiten, denn all diese Folgen von Corona sind das, was Umweltschützer schon seit Jahren versuchen zu erreichen. Aber was passiert nach Corona? Gehen wir zurück zur Norm? Oder entdecken wir eine neue Norm?

Wir alle müssen uns im Moment täglich neuen Herausforderungen stellen und uns anpassen. Alles läuft langsamer und wahrscheinlich in ungewohnten Umständen. Wir lernen Neues dazu, werden kreativ und müssen über neue Wege nachdenken, wie es in Zukunft weitergehen wird. Gewohnheiten neu überdenken ist zum Alltag geworden. Und dieses Rethinking kann unser neuer Alltag werden.

Dieses Umdenken ist eine einmalige Gelegenheit, um eine neue Zukunft zu schaffen. Denn wir sehen bereits nach kürzester Zeit positive Veränderungen wie eine sauberere Atemluft. Wenn es also schon nach drei Monate einen klaren Himmel über China oder sauberes Wasser in Venedig gibt, können wir daraus nur Positives ziehen und etwas dazu lernen. Wie diese Änderung können wir auch andere als Chance für uns sehen. Mehr und mehr kommen wir weg von unseren Abhängigkeiten von materialistischen Dingen. Immer wichtiger erscheinen Werte wie zu teilen, sich umeinander zu kümmern und gemeinsam etwas füreinander zu tun.

Ich finde also, wir sollten diese Situation nutzen und uns alternative Wege für die Zukunft überlegen. Gerade die Fashion Industrie als zweitgrösster Umweltverschmutzer kann sich nun fragen, wie es weitergehen soll. Viele Unternehmen sehen bereits die grosse Chance, die Corona mit sich bringt. Sie hören den Ruf nach Veränderung und überdenken ihr Firmenkonzept.

Es geht nicht darum, eine neue Welt zu erfinden. Sondern darum, sich der aktuellen Situation anzupassen und unsere menschliche Kreativität und Innovationsfähigkeit wieder zu stärken. Um zusammen in eine gute und langfristige Zukunft zu gehen. Sei es über alternative Verkaufswege, Produkte, Herstellungsprozesse, Materialien und und und…

Corona hat uns also den ersten Schritt in die Zukunft gezeigt. Es liegt nun an uns, diese Krise bestmöglich zu nutzen und uns wieder bewusst zu werden, wie wir unser Konsumverhalten wirklich gestalten wollen. Es geht darum, an einem Strang zu ziehen und zu sehen, dass sich alles zum Guten wenden wird und eine neue Norm definiert werden kann. Gerade jetzt zu Zeiten von Corona ist es also wichtig, sein Solidaritätsverständnis hervorzuholen. Aber nicht nur um die Kranken zu schützen, sondern auch unsere Umwelt und Wirtschaft.

Das Bedürfnis danach wird immer lauter. So haben zum Beispiel 200 Prominente, darunter Juliette Binoche, Madonna, Robert De Niro und viele weitere, einen öffentlichen Brief geschrieben, der als Appell an grundlegende Veränderungen in unserem Leben nach der Krise gedacht ist. Wir sollen wegkommen vom Streben nach Konsum und das Leben in all seinen Formen wieder wertschätzen.

Ich habe mir in den letzten paar Wochen sehr häufig Gedanken gemacht, wie ich diese Situation am besten für mich nutzen kann. Und ich habe für mich entschieden, dass ich mich langsam daran gewöhnen will, neue Wege zu finden, mein Leben schön zu machen. Ich definiere meine Norm also für mich selbst neu. Die Pandemie hat uns dazu gezwungen, auf vieles zu verzichten und aus der Konsumspirale auszubrechen. Wir haben also gelernt wie es ist, einmal innezuhalten und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren: unser Leben auf dieser Welt.

Text verfasst von: Cynthia | Praktikantin Marketing & Design


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