Wie wichtig ist der Tastsinn für uns?

Unser Tastsinn ermöglicht uns selbst und unsere Umwelt auf eine Weise kennenlernen, wie es rein optisch nicht möglich wäre. Wir alle müssen unsere Umgebung durch Berührung erfassen, um uns orientieren zu können. Wir spüren im Dunkeln die Oberfläche unserer Wände, wenn wir ins Bett finden wollen, fühlen bei einem Schauer die Regentropfen auf unserer Haut oder drücken in eine Frucht, um ihre Reife zu prüfen.  

Was ist der Tastsinn?

Wir erfassen unsere Umwelt nicht nur aktiv (haptisch) durch Berühren, sondern auch passiv (taktil) durch berührt werden. Dabei erhalten wir durchgehend Informationen zu Temperatur, Textur, Form, Gewicht, Material sowie Funktion eines Objektes. Ohne den Tastsinn wären wir also gar nicht in der Lage, uns richtig zu bewegen oder unsere Umgebung richtig einzuschätzen. Ein bekanntes Experiment zeigt, dass wir simple Aufgaben wie ein Streichholz anzuzünden um einiges schlechter bewältigen können, wenn unser Tastsinn in den Fingern betäubt wird. 

Berührungen machen uns glücklich

Unser Tastsinn erlaubt uns, soziale Kontakte zu knüpfen, gesund zu bleiben und mit weniger Stress durchs Leben zu gehen. Angenehme Berührungen führen nämlich zur Ausschüttung von Oxytocin – dem bekannten Glückshormon. Wir sind deswegen von Natur aus geneigt, unsere Welt durch Berührungen zu erkunden. Der Tastsinn wird im Mutterleib auch als erster Sinn entwickelt. Als Kinder entdecken wir die Welt noch mit den Händen, mit dem Älterwerden rückt das Visuelle auf Kosten des Tastsinns aber immer mehr in den Vordergrund. 

Das Visuelle dominiert unser Denken

Häufig weisen wir unserem Tastsinn dann einen zu geringen Einfluss zu, da unsere Wahrnehmung immer mehr auf das Visuelle fokussiert wird. Unter anderem führt der Preisdruck zu haptisch weniger ansprechenden Materialien und die fortschreitende Digitalisierung sorgt dafür, dass wir immer seltener in einen Laden gehen, um etwas zu kaufen. Oft ist uns gar nicht bewusst, dass wir eine emotionale Bindung zu einem Produkt aufbauen können. Diese Bindung wird durch ein haptisch positives Erlebnis wie einen angenehmen Stoff aufgebaut und gestärkt, da so der individuelle Wert gesteigert wird. Denn haptisch angenehme Dinge wollen wir eher besitzen als solche, die haptisch weniger ansprechend sind – sie machen uns glücklich. 

Warum Mode nicht nur optisch schön sein darf

Gerade bei unserer Kleidung reicht es nicht aus, wenn ein Stück nur gut aussieht. Dennoch wird die Visualität meist in den Vordergrund gerückt – auf sozialen Medien, in Magazinen, in Online-Shops usw. Wenn wir etwas tragen, liegt es aber ständig an unserer Haut und berührt die Sinneszellen, die den Tastsinn aktivieren. Darum liegt uns bei FEEL A FIL am Herzen, nicht nur optisch anziehende Stücke zu kreieren, sondern auch einen einzigartigen Tragekomfort zu schaffen, der ein haptisch angenehmes Erlebnis erlaubt. Für uns ist entscheidend, dass wir qualitativ hochwertige Stücke kreieren, die dem Träger lange Freude bereiten – und ein kratziger Pullover tut dies ganz gewiss nicht. 

Du siehst also, dass der Tastsinn für alle Menschen von grosser Bedeutung ist. Und da er auch für uns bei FEEL A FIL entscheidend ist, wollen wir in den nächsten Wochen eine ausführliche Reihe zu diesem Thema starten. Denn hinter dem Tastsinn verbirgt sich mehr als man zu Beginn erahnen kann: von Kindererziehung über Free Hugs bis hin zu Online-Shopping werden wir dich in die Welt unseres Tastsinns einführen und mit spannenden Beiträgen dein Wissen erweitern. 

Text verfasst von: Cynthia | Praktikantin Marketing & Design


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